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„Toute la beauté du monde“ der Künstlerin Léa Barbazanges in La Grande Place, Musée Saint-Louis, vom 7. Mai bis 27. September 2026

« Toute la beauté du monde »

Mit der Ausstellung „Toute la beauté du monde“ (Die ganze Schönheit der Welt) setzt die Fondation d’entreprise Hermès ihre Mission zur Förderung zeitgenössischer Kunst fort. Léa Barbazanges, die in Straßburg lebt und arbeitet, präsentiert im Ausstellungsraum des Musée Saint-Louis rund fünfzehn neue Werke aus pflanzlichen, mineralischen und tierischen Materialien und Texturen.

Als visuelle und zugleich sinnliche Erfahrung konzipiert und kuratiert von Estelle Pietrzyk, Kuratorin und leitende Konservatorin am Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg (MAMCS), spricht die Ausstellung sowohl das Auge als auch den Tastsinn an. In ihrer Vielgestaltigkeit wirkt sie wie eine Momentaufnahme von Léa Barbazanges’ Werk, in dem sich verschiedene Lebensbereiche miteinander verweben. Durch das Spiel mit Gegensätzen wie Leer und Voll, Sichtbar und Unsichtbar schafft die Künstlerin Werke, die dazu einladen, den Blick zu verlangsamen und auf das zu achten, was sonst oft unbemerkt bleibt.

Die von ihr gewählten Materialien—Algen, Spinnenseide, organische Membranen, Mineralien—sind dezent und oft kaum wahrnehmbar. Durch genaue Beobachtung und geduldige Handarbeit werden sie verwandelt und hervorgehoben und offenbaren eine unerwartete Schönheit. Einige Werke erinnern an feine Wandteppiche, andere zeigen Muster, die von Häutungen von Tieren oder natürlichen Mikrostrukturen inspiriert sind, und erschaffen so eine fragile und poetische Welt.

Erstmals präsentiert die Künstlerin eine Werkgruppe, die den Diatomeen gewidmet ist—Mikroalgen, die mit bloßem Auge unsichtbar sind, aber wesentlich zum Gleichgewicht des Planeten beitragen. In einer monumentalen, bewegten Form offenbart sie deren komplexe Struktur. Die Ausstellung wird durch eine mehrere Meter lange Linie aus Glimmer—einem natürlich schillernden Mineral—gegliedert. Ihre lebendige, irisierende Oberfläche feiert eine instabile und flüchtige Schönheit. Dieses einzigartige immersive Projekt wird durch eine Klangkomposition der Musikerin Christine Ott, Spezialistin für das Ondes Martenot, ergänzt und lädt die Besucher zu einer sinnlichen Reise durch die Welt des Lebendigen ein.

Seit ihrer Gründung unterstützt die Fondation d’entreprise Hermès kontinuierlich die bildenden Künste in ihren vier Ausstellungsräumen, die der zeitgenössischen Kunst gewidmet sind: La Verrière in Brüssel (Belgien), Le Forum in Tokio (Japan), Atelier Hermès in Seoul (Südkorea) und seit 2014 La Grande Place, Musée Saint-Louis in Saint-Louis-lès-Bitche (Frankreich). Aus der Perspektive des Kunsthandwerks werden die Ausstellungen in La Grand Place, Musée Saint-Louis in Zyklen konzipiert, in Zusammenarbeit zwischen lokalen Kulturinstitutionen und der Cristallerie Saint-Louis. Nach vier erfolgreichen Spielzeiten in Partnerschaft mit dem Centre Pompidou-Metz, dem 49 Nord 6 Est – Frac Lorraine (Metz), dem Centre d’Art Contemporain – La Synagogue de Delme und dem Centre d’art Vente des Forêts hat die Stiftung ihre Programmgestaltung nun dem Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg (MAMCS) für vier Ausstellungen von 2025 bis 2027 anvertraut. In diesem Zyklus stellt Estelle Pietrzyk, leitende Kuratorin am MAMCS, Künstlerinnen und Künstler in den Mittelpunkt, deren Praxis in einem reichen lokalen künstlerischen Umfeld verwurzelt ist.

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La Grande Place, Saint-Louis Museum
Rue du Coëtlosquet
57620 Saint-Louis-lès-Bitche, Moselle, Grand Est